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Diabetikerherzen verdienen ein Care-Package

Drei von vier Diabetespatienten sterben an Gefäßkomplikationen. Die Optimierung der kardiovaskulären Therapie ist daher ganz entscheidend für die Prognose der Betroffenen. Was ist bei Diabetikern aus kardiologischer Sicht besonders zu beachten? (Medical Tribune 36-37/2018)

Beginnen wir mit der Blutzuckereinstellung: Das Risiko für unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse ist natürlich assoziiert mit der Glukosekonzentration im Blut. Wie kann die Senkung des Blutzuckers so gestaltet werden, dass die Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauf-Komplikationen möglichst minimiert wird? „Ein ganz wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist die Vermeidung schwerer Unterzuckerungen“, betont Priv.-Doz. Dr. Karl Horvath, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Medizinische Universität Graz. Orale Antidiabetika und Insuline gehören zu den häufigsten medikamentösen Ursachen für das Aufsuchen einer Notaufnahme.

Wie unter anderem die ORIGIN-Studie zeigte, gehen schwere Hypoglykämien mit einer Verdopplung des Risikos, an einer Arrhythmie zu versterben oder einen kardiovaskulären Tod zu erleiden, einher. Auch die Wahl des oralen Antidiabetikums hat Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit kardiovaskulärer Komplikationen. Mit Metformin, Pioglitazon, den SGLT2-Hemmern Empagliflozin und Canagliflozin sowie den GLP1-Analoga stehen mittlerweile mehrere Medikamente bzw. Substanzgruppen zur Verfügung, für die es gute Daten gibt, dass durch ihre Verwendung kardiovaskuläre Ereignisse und die Gesamtmortalität reduziert werden können.

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