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Neue ÖDG-Leitlinie bietet große Freiheit

Auf der ÖDG-Frühjahrstagung stand die neue Diabetes-Leitlinie im Mittelpunkt. Metformin bleibt darin Mittel der ersten Wahl in der antihyperglykämischen Therapie des Typ-2-Diabetes. Danach ist (fast) jede Kombination erlaubt.

Individuelle Grenzwerte und Therapien ermöglicht die neue ÖDG-Leitlinie.
Individuelle Grenzwerte und Therapien ermöglicht die neue ÖDG-Leitlinie.

Primäre Richtgröße der Stoffwechselkontrolle für Patienten mit Diabetes mellitus ist das HbA1c. Für die meisten Typ-2-Diabetiker ist ein HbA1c-Ziel < 7,0 % für einen ausreichenden mikro- und makrovaskulären Schutz notwendig. Es wird jedoch betont, dass die Zielwerte möglichst individuell festgelegt werden sollten. Das bedeutet, dass es bei kurzer Diabetesdauer, langer Lebenserwartung und keiner relevanten Komorbidität durchaus sinnvoll sein kann, einen HbA1c-Wert zwischen 6,0 und 6,5 % anzustreben.

Auf der anderen Seite weiß man, dass Patienten mit schweren Hypoglykämien in der Vorgeschichte, eingeschränkter Lebenserwartung, multiplen Spätkomplikationen oder anderen Komorbiditäten kaum von einer strikten Blutzuckerkontrolle profitieren. Für dieses Patientenkollektiv werden HbA1c-Zielwerte bis 8 % als ausreichend erachtet. Sekundäre Richtgrößen sind die Nüchternblutglukose (sollte unter 130 mg/dl liegen; ideal < 110 mg/dl) und die postprandiale Glukose (zwei Stunden nach einer Mahlzeit < 180 mg/dl).

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