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HFpEF: Viele Studien und (noch) keine wirksame Therapie

Wenn bei einem Patienten mit Herzinsuffizienz die linksventrikuläre Auswurffraktion nur um 50 Prozent eingeschränkt ist, spricht man von einer Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Auswurffraktion – einer Erkrankung mit hoher Mortalität und deutlich eingeschränkter Lebensqualität. Leider fehlen gegenwärtig noch die therapeutischen Optionen. (CliniCum 9/18)

Zur Prävalenz der Herzinsuffizienz in den Industriestaaten finden sich in unterschiedlichen Publikationen sehr unterschiedliche Zahlen. In einem Punkt stimmen die Studien jedoch überein: Mehr als die Hälfte der Patienten sind von Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Auswurffraktion (HFpEF) betroffen.1 Diese ist definiert durch Symptome und Zeichen einer Herzinsuffizienz bei einer linksventrikulären Auswurffraktion von mindestens 50 Prozent. Natriuretische Peptide sind erhöht, und als zusätzliches Kriterium müssen eine strukturelle Herzerkrankung und/oder diastolische Dysfunktion hinzukommen. Die Prognose ist schlecht. Studiendaten zeigen bei Patienten nach Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz die gleiche Ein-Jahres-Mortalität bei erhaltener oder reduzierter LVEF.

Die Betroffenen sind nicht selten multimorbid. So versterben zwar etwas mehr als die Hälfte der Patienten mit HFpEF an Rechtsherzversagen, doch sind Infektionen und Krebs ebenfalls häufige Todesursachen in dieser Population. Rund ein Drittel der Patienten verstirbt an nicht kardiovaskulären Todesursachen.2 Ein Zeichen, das im klinischen Alltag den Verdacht auf HFpEF wecken sollte, ist die isolierte Regurgitation durch die Trikuspidalklappe, erläutert Univ.-Prof. Dr. Julia Mascherbauer von der Medizin Universität Wien. Ein 2014 vorgeschlagener diagnostischer Algorithmus geht in einem ers­ten Schritt von klinischen Zeichen und Symptomen wie Dyspnoe, Fatigue, Ödemen etc. aus. In einem zweiten Schritt wird die linksventrikuläre Auswurffraktion bestimmt und anschließend auf eine linksventrikuläre diastolische Dysfunktion abgeklärt. Im Rahmen dieses Schrittes werden auch die Biomarker NT-proBNP und BNP bestimmt. Ebenfalls empfohlen wird eine rhythmologische Abklärung in Richtung Vorhofflimmern.3

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