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In den meisten Fällen kein Ausschlussgrund

Vielleicht haben Sie ja auch noch gelernt, bei Lebererkrankungen nur ja keine Statine zu geben. Ein hartnäckiger Mythos, der längst widerlegt ist. Mittlerweile weiß man, dass die HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren nicht nur kardioprotektiv sind, sondern den Verlauf einer NAFLD oder Hepatitis C sogar günstig beeinflussen können. (CliniCum 7-8/18)

Dass sich Statine und Lebererkrankungen relativ häufig ins Gehege kommen, liegt in der Natur der Sache: Mit dem metabolischen Syndrom gibt es ein Überschneidungsgebiet zwischen Kardiologie und Hepatologie, von dessen epidemiologischen Ausmaßen ein beträchtlicher Teil der Gesundheitsindustrie lebt. Viele kardiovaskuläre Risikopatienten haben aufgrund einer Fettleber auch erhöhte Leberwerte. Da Statine ebenfalls zu Leberfermenterhöhungen führen können, scheinen die Vorbehalte gegen eine Statintherapie auf den ersten Blick also berechtigt zu sein. Der kardiovaskuläre Nutzen der Statine ist hingegen heute unbestritten: Fasst man die Ergebnisse großer Studien zusammen, senkt eine Reduktion von LDL-Cholesterin um 40mg/dl das Risiko für kardiovas­kuläre Ereignisse in den nächsten fünf Jahren um etwa 20 Prozent.

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