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Hormonersatz-Therapie wird individueller

cartoon_pauseDie Hormonersatz-Therapie ist mehr als zehn Jahre nach Präsentation der WHI-Daten nicht obsolet. Eine Leitlinie der International Menopause Society stellt Nutzen und Risiken angesichts aktueller Daten gegenüber. (Medical Tribune 10/2017)

Mit der Präsentation der Women’s-Health-Initiative-Studie (WHI) wurde die Hormonersatztherapie weitgehend abgeschrieben, woran nicht zuletzt Laienmedien einen entscheidenden Anteil hatten. Mit den Jahren kam es jedoch einerseits zu vermehrter Kritik an dieser Studie und den daraus gezogenen Schlüssen, darüber hinaus aber auch zu einer Bewertung der HRT im Lichte aller verfügbaren Evidenz. Im Jahr 2016 hat die International Menopause Society (IMS) ein Update ihrer Leitlinie zur „women’s midlife health and menopause hormone therapy“ (MHT) veröffentlicht.

Zum ersten Mal werden in der Leitlinie nun Empfehlungsstärke, Evidenzgrad und „good practice points“ angegeben. Studien­ergebnisse der letzten Jahre wurden verstärkt berücksichtigt. Ebenso sind die Positionen der European Menopause and Andropause Society sowie der North American Menopause Society in das Dokument eingeflossen. Im Gegensatz zu dem in WHI untersuchten Ansatz betont die IMS den Therapieansatz der HRT, der sich an konkreten Therapiezielen orientieren müsse. Diese Therapieziele bestimmen nicht zuletzt auch die Therapiedauer und sollten auch individuelle Aspekte der Patientin berücksichtigen, was auf eine Forderung nach Individualisierung der HRT hinausläuft.

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