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Ärzte ohne Grenzen eröffneten Ausstellung in Wien

Mit einem Appell zum Hinsehen hat Laura Leyser, Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen Österreich, am Mittwoch am Wiener Karlsplatz die Ausstellung „Ärzte ohne Grenzen aus nächster Nähe“ eröffnet. Die Freiluftausstellung kann bis 13. Oktober kostenlos besucht werden. Konkrete Beispiele wie ein Ebola-Schutzanzug oder ein aufblasbarer OP-Saal machen die Arbeit der humanitären Organisation greifbar.

„Mit unserer Ausstellung laden wir die Menschen ein, für kurze Zeit in die Realität unserer Arbeit einzutauchen und unsere täglichen Herausforderungen, aber auch einige unserer Erfolgserlebnisse mit uns zu teilen“, sagte Leyser bei der Eröffnung. „Wir freuen uns besonders, anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Ärzte ohne Grenzen Österreich zu zeigen, wie unsere Hilfe konkret aussieht.“

Ärzte ohne Grenzen Österreich wurde im Juni 1994 vom Arzt Clemens Vlasich mit einigen wenigen Gleichgesinnten gegründet. Inzwischen besteht das Team im Wiener Büro aus rund 80 Angestellten sowie rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die weltweit im Einsatz sind. Innerhalb der internationalen Organisation hat Ärzte ohne Grenzen Österreich längst eine tragende Rolle übernommen: In Wien werden wichtige Schulungen entwickelt, seit 2004 ist hier eine Abteilung angesiedelt, die Hilfsprogramme mit Blick auf künftige Verbesserungen evaluiert. Maßgeblich zur Qualitätssicherung trägt auch die „GIS-Unit“ bei: Von Wien aus werden Teams auf der ganzen Welt mit satellitengestützten Geo-Daten versorgt – eine wichtige Hilfe, wenn es etwa darum geht, geeignete Standorte für Brunnenbohrungen zu finden.
Die Ausstellung „Ärzte ohne Grenzen aus nächster Nähe“ besteht aus originalgetreu ausgestatteten Zelten und Holzbauten, die den Karlsplatz zwölf Tage in einen Mikrokosmos der humanitären Hilfe verwandeln. Die Besucher erfahren, wie Medikamente in Krisengebiete gelangen, wie Trinkwasser aufbereitet wird oder was bei der Durchführung von Impfkampagnen zu berücksichtigen ist.

In der Ausstellung wird auch erklärt, wie ein Ebola-Schutzanzug angelegt wird. Etwas, das die Teams von Ärzte ohne Grenzen derzeit während der aktuellen Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo derzeit tagtäglich tun müssen. Für Laura Leyser ist die betroffene Region im Nordosten des Landes ein Beispiel für eine „vernachlässigte Krise“. Mehr als ein Jahr nach Ausbruch hat die Ebola-Epidemie bereits mehr als 2.100 Todesopfer gekostet.

Quelle

APAMED vom 02.10.2019

Über Ärzte ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) leistet seit 1971 medizinische Nothilfe in Krisengebieten auf der ganzen Welt. Die Arbeit der Hilfsorganisation basiert auf der Überzeugung, dass jeder Mensch in Not ein Recht auf Hilfe hat, unabhängig von Herkunft, Weltanschauung oder Religion. Schwerpunkte sind Hilfseinsätze in Konfliktgebieten, bei Flüchtlingskrisen, in Regionen mit unzureichender medizinischer Versorgung, bei Ernährungskrisen und nach Katastrophen sowie Epidemien. Im Jahr 2018 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Organisation mehr als 11,2 Millionen ambulante medizinische Behandlungen durchgeführt und über 750.000 Patienten stationär behandelt.

Die Ausstellung am Karlsplatz von 2. bis 13. Oktober ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Bei Schulklassen und Gruppen wird aus organisatorischen Gründen unter 0680/50 36 302 um Anmeldung gebeten. Der Eintritt ist frei.

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