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Kommentar

Österreichische Billiglösung?

Univ.-Prof. Dr. Roller-Wirnsberger
Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie

Die Geriatrie, als neue medizinische „Spezialisierung“, ist angekommen. Endlich können nach mehr als einjähriger „Wartepause“ Spitalsabteilungen um die Anerkennung von Ausbildungsstellen für das Fachgebiet „Geriatrie“ ansuchen. Zugelassen zu dieser Spezialisierung sind Allgemeinmediziner/-innen und Fachärzte/-innen aus allen Sonderfächern der Inneren Medizin, der Neurologie, der Psychiatrie und der Physikalischen Medizin. Die Umschreibung „Spezialisierung in Geriatrie“ entspricht damit jener des bisherigen Additivfachs „Geriatrie“ gemäß der Ärzteausbildungsordnung (ÄAO 2006).

Die Spezialisierung ist modular aufgebaut. Das zwölfmonatige Basis­curriculum ist für alle Spezialisierungswerber/-innen gleich und vermittelt breite Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten im Fachbereich Geriatrie. Diese Ausbildung wird dafür an anerkannten Abteilungen, vorzugsweise Abteilungen für Akutgeriatrie erworben. Anschließend ist eine fachspezifische Vertiefung vorgesehen, in welcher die Ärztin/der Arzt besondere, ihr/sein Sonderfach betreffende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Geriatrie erwerben soll. Im Gegensatz zum Additivfach ist bei allen Spezialsierungen eine Abschlussprüfung zur Qualitätssicherung vorgesehen. Mit dieser Neuregelung hofft man den Bedürfnissen einer immer älter werdenden, häufig multimorbiden sowie physisch-funktionellen und kognitiv eingeschränkten Bevölkerung auf medizinisch höchstem Niveau gerecht zu werden.

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