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Retschitzegger: Diese Geschichten von uns

Die Doyenne des Wiener Burgtheaters, Elisabeth Orth, rezitierte an ihrem 80. Geburtstag mehr als 60 Gedichte von fast ebensovielen DichterInnen. Tiefgründig oder humorvoll, romantisch verträumt oder schonungslos aufzeigend – in jedem Text der Weltliteratur steckt ein Teil von uns, finden wir etwas , das unser Verständnis für uns selbst und unsere PatientInnen steigern kann.

Wir können Literatur und die Theaterbühnen als intensive Lebensstätten menschlichen Verhaltens lesen und sehen. Und während der Arzt und Schriftsteller Arthur Schnitzler noch die Seele und „Das weite Land“ in Zusammenhang brachte, sehen wir bei dem oberösterreichischen Dramatiker Thomas Arzt die Seele und „Totes Gebirge“ – wie der Titel seines neuen, in der Psychiatrie spielenden, Stückes heißt.

Wenn Erwin Steinhauer den demenzkranken „Vater“ in den Wiener Kammerspielen darstellt, dann sehen wir hier Situationen, die uns im ärztlichen Alltag oft unterkommen – und die doch lehrreich sind, weil die seelischen Hintergründe zur Sprache kommen, wie wir sie im Alltag zu oft übersehen, nicht sehen können. Vier Einakter von Felix Mitterer, mit „Besuchszeit“ betitelt, werden im ebenso kleinen wie großartigen Linzer Theater Tribüne gezeigt. Besuchszeit – im Gefängnis, im Pflegeheim, in der Psychiatrie und im Krankenhaus. Und all das können wir beobachten und dort vielleicht auch verstehen, was zu dem Begriff der „schwierigen Angehörigen“ führen kann, der immer falsch ist.

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