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Morbus Parkinson: eine Frage des Geschlechts

Geschlechterunterschiede lassen sich beim Parkinson nicht von der Hand weisen. Männer und Frauen zeigen teilweise andere Symptome, die sich wiederum zu unterschiedlichen Zeitpunkten manifestieren. Sogar Risikofaktoren scheinen sich nicht gleich auszuwirken. Wesentlich beteiligt daran könnte Östrogen sein. (Medical Tribune 5–6/20)

Lange hat man sich um geschlechtsspezifische Krankheitsunterschiede nicht gekümmert. Dabei sind sie viel wichtiger als früher vermutet.

Der zunehmende Untergang dopaminerger Nervenzellen in der Substantia nigra ist die Hauptursache des Parkinson – bei beiden Geschlechtern. Männer erkranken allerdings etwa doppelt so häufig wie Frauen und bei Frauen schreitet die Neurodegeneration schneller bis zum Endstadium voran. In jüngster Zeit mehren sich die Hinweise, dass der Krankheitsverlauf eine Frage des Geschlechts sein könnte, schreiben Dr. Silvia Cerri und Kollegen vom Laboratory of Cellular and Molecular Neurobiology der IRCCS Mondino Foundation in Pavia. In einem Review haben sie sich daher die geschlechtsspezifischen Differenzen bei Parkinson näher angeschaut und den aktuellen Wissensstand zusammengetragen.

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