Die Kabel neu verlegen

Prothesen, die mit Gedanken gesteuert werden und direkt im Knochen verankert sind: An einem Christian-Doppler-Labor in Wien wird die Zukunft der Prothetik vorangetrieben. (CliniCum 6/18)

Prof. Dr. Oskar C. Aszmann hat bereits an vier Patienten eine sog. osseointegrierte Prothese implantiert. Dabei wird die Prothese über ein Titan-Verbindungsstück direkt mit dem Knochen verbunden.

Eine Prothese, die direkt mit dem Knochen verbunden ist, bringt viele Vorteile: Man steckt sie einfach an und ab wie den Aufsatz einer Küchenmaschine („plug and play“), sie kann nicht verrutschen und liefert auch über den Knochen sensorische Rückmeldungen. Dieses Konzept kämpfte allerdings lange Zeit mit einem großen Problem: der Infektionsgefahr, die von dem Loch in der Haut ausging, durch welches das Verbindungsstück aus Titan nach außen schaut. Doch dieses Problem ist mittlerweile gelöst. Als Vorbild dienten Hörner und Geweihe, die ja auch durch die Haut nach außen dringen, ohne dass für das Tier eine erhöhte Infektionsgefahr bestünde: Die Haut direkt über dem Stumpf wird ausgedünnt, so dass nur noch die Lederhaut (Dermis) übrig bleibt.

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