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Sarkomverdacht: Erst denken, dann biopsieren

Die Biopsie Malignom-verdächtiger Beulen bildet den ersten Schritt eines multidisziplinären Therapiekonzepts und sollte wohlüberlegt sein bzw. in einem Zentrum erfolgen. (krebs:hilfe! 4/19)

Knochen- und Weichteilsarkome zählen mit einer Inzidenz von 0,9 bzw. 3,5 pro 100.000 Einwohner/Jahr zu seltenen Krebserkrankungen.1 Auf ein Sarkom kommen geschätzt 100 gutartige Weichteil- und Knochentumore, sodass die Differenzierung zwischen gut- und bösartig essenziell ist. Eine Biopsie sollte bei allen malignitätsverdächtigen Knochen- und Weichteiltumoren durchgeführt werden, bevor der „Okulo-brachiale Reflex“ zum Tragen kommt. Für Weichteiltumore gilt vereinfacht, dass diese ab einer Größe von 4cm direkt an ein Tumorzentrum überwiesen werden sollten (siehe Abb. ganz unten). Bei Knochentumoren, welche oftmals als Zufallsbefund auf einem Röntgenbild entdeckt werden, spielen das Alter des Patienten, Symptome und das nativ-radiologische Erscheinungsbild eine wichtige Rolle. So kann ein erfahrener Radiologe meistens auf der Übersichtsaufnahme abschätzen, ob weitere bildgebende Verfahren (z.B. Computertomographie, MRT) vonnöten sind.

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