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Hernienversorgung

Mit mehr als 30.000 Operationen, die pro Jahr in Österreich durchgeführt werden, zählen Hernien zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Die Verwendung von Netzen ist dabei mittlerweile obligat. Die wichtigsten OP-Techniken im Überblick. (CliniCum 11/16)

a) Bruchpfortenverschluss nach Lichtenstein nach Netzimplantation b) Fundoplicatio; nach Präparation der beiden Zwerchfellschenkel und des retroösophagealen Fensters
a) Bruchpfortenverschluss nach Lichtenstein nach Netzimplantation b) Fundoplicatio; nach Präparation der beiden Zwerchfellschenkel und des retroösophagealen Fensters

Unter den Weichteilbrüchen kommen Leistenhernien mit 75 Prozent am häufigsten vor: 27 Prozent aller Männer und etwa drei Prozent aller Frauen erleiden im Laufe ihres Lebens einen Leistenbruch. Vor allem ältere Menschen und Kinder sind anfälliger, da ihr Bindegewebe schwächer ist. Jeweils zehn Prozent der chirurgischen Eingriffe werden aufgrund von um- oder paraumbilicalen sowie Narbenhernien durchgeführt. Der Rest verteilt sich auf femorale, spieghelische oder epigastrische Hernien. Nicht unerwähnt soll der kleine, im Vergleich zum Gesamtkollektiv jedoch bedeutende Anteil der Parastomalhernien bleiben, der sowohl Patienten als auch Chirurgen vor große Herausforderungen stellen kann..

Äußere und innere Hernien

Definitionsgemäß besteht ein echter Bruch aus einem Bruchsack (der peritonealen Auskleidung), einer Bruchpforte (der Lücke) und dem Bruchinhalt, der in den meisten Fällen Netzanteile oder Darm, seltener aber auch andere Strukturen wie innere Organe (z.B. Harnblase) enthalten kann. Äußere Hernien sind Brüche der Bauchwand, des Nabels oder der Leisten, bei denen Lücken in der Bauchwand entstehen. Sie stellen etwa 95 Prozent der Fälle dar und sind meistens durch eine Wölbung des betroffenen Bauchwandabschnitts erkennbar. Bei inneren Hernien prolabieren intraabdominelle Strukturen in innere Bruchlücken, wie z.B. bei der Hiatushernie. Sie treten mit fünf Prozent aller Hernien weit weniger oft auf.

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