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Bestimmte Antibiotika erhöhen das Abortrisiko in der frühen Schwangerschaft

03.08.2017 – Eine kanadische Studie stellte aktuell ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten fest, wenn fünf gängige Antibiotikaklassen in der frühen Schwangerschaft verwendet wurden.

Der im Canadian Medical Association Journal (CMAJ) veröffentlich Studie zufolge sind Makrolide (ausgenommen Erythromycin), Quinolone, Tetracycline, Sulfonamide und Metronidazol in der frühen Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Spontanaborte assoziiert. Demhingegen war Nitrofurantoin nicht mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten assoziiert, was eine Behandlung von Harnwegsinfektionen als Alternative zu Trimethoprim-Sulfamethoxal in der Schwangerschaft ermöglicht.

Während Azithromycin und Metronidazol das Risiko für Fehlgeburten um 65 % bzw. 70 % erhöhten, verdoppelten Sulphonamide, Tetracycline, Quinolone und Clarithromycin das Risiko.

Dr. Anick Bérard, Hauptautorin der Studie, erklärte, dass auch wenn die Anwendung von Antibiotika zur Behandlung von Infektionen in anderen Studien mit einem verringerten Risiko für Fehlgeburten und niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht wurden, die aktuelle Untersuchung zeige, dass bestimmte Typen von Antibiotika das Risiko für Spontanaborte deutlich steigern. Ergänzend beruhigt sie jedoch, dass das erhöhte Risiko eben nicht bei allen Antibiotika beobachtet wurde.

Quelle: Univadis

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