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GEKO-Team bietet Rat und Tat

Das Projekt „Geriatrischer Konsiliardienst“ (GEKO) wurde vorige Woche vorgestellt. Es läuft derzeit in Pflegeheimen in Graz und in der Weststeiermark an. Damit soll die Betreuung durch Hausärzte erleichtert werden. (Medical Tribune 20/19)

Der „Geriatrische Konsiliardienst“ (GEKO) ist ein mobiler geriatrisch fachärztlicher Dienst, der kostenlos die medizinische Versorgung in Pflegeheimen unterstützt, zunächst als Pilotprojekt in der Weststeiermark und in Graz. Nach Abschluss der dreijährigen Pilotphase und Evaluation durch die Entwicklungs- und Planungsgesellschaft für Gesundheit (EPIG) soll das Angebot auf die ganze Steiermark ausgerollt werden. Auftraggeber sind der Gesundheitsfonds Steiermark und die Steiermärkische Gebietskrankenkasse. Das GEKO-Konsil kann durch den zuständigen Hausarzt eines Pflegeheims angefordert werden (siehe unten), wenn etwa komplexe palliativ-geriatrische Fragestellungen zu klären sind bzw. bei einem Patienten im Pflegeheim eine schwierige Betreuungssituation vorliegt. Er kann auch eine GEKO-Visite anfordern.

Empfehlungen an Hausärzte

Das GEKO-Team besteht aus einem Facharzt für Innere Medizin, einem Allgemeinmediziner mit Additivfach Geriatrie und einer diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegefachkraft (DGKP). Müssen Befunde bzw. der Konsiliarbericht an den Hausarzt verschickt werden, erfolgt die Übermittlung aus Dateschutzgründen per Fax. Der Konsiliarbericht enthält die Therapieempfehlung des GEKO-Arztes an den erstbetreuenden Hausarzt. Behandler bleibt aber immer der jeweilige Hausarzt. Pilotprojekte z.B. in Kärnten, in Radkersburg und in Graz konnten bereits zeigen, dass dadurch die intra- und extramurale Zusammenarbeit erleichtert wird.

Bisherige Erfahrungen

Die Zahl der vermeidbaren Transporte aus Pflegeheimen in die Akutspitäler durch die Vernetzung von Hausärzten, Pflegepersonal in den Heimen und dem GEKO deutlich verringert werden. Ein weiterer Effekt der Kooperation ist, dass die Polypharmazie leichter einzugrenzen ist. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass mit dem Projekt keine Konkurrenzierung mit der Betreuung durch die mobilien Palliativteams in den Regionen beabsichtigt ist.

Wo wird GEKO angefordert?

GEKO-Leitstelle Graz
Tel.: 0316 7060–6060,
Fax: 0316 7060–6069,
geko@stadt.graz.at
Leiter: OA Dr. Andreas Köck

GEKO-Leitstelle Standort Voitsberg:
AGR-Stützpunkt

Tel.: 03142 201–3721,
Fax: 03142 201–3709
Leiter: OA Dr. Roland Jobstmann

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