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Zentrale Errungenschaft der Onkologie

Zu den größten Erfolgen der österreichischen Onkologie gehört die Zentralisierung der Expertise: Patienten stehen spezialisierte, interdisziplinäre Onkologiezentren zur Verfügung. Tumorboards, palliativmedizinische und psychoonkologische Betreuung zählen zu den Betreuungsstandards. (Medical Tribune 26/18)

Die onkologische Versorgung in Austria agiert weltweit im Spitzenfeld, bei der Mortalität ist Luft nach oben.

Ein sehr positives Zeugnis stellt Österreich Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl, Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin V am Department Innere Medizin, Med-Uni Innsbruck, aus: „Wir zählen zu jenen Ländern – derzeit an dritter Stelle in Europa –, in denen onkologische Patienten am frühesten Zugang zu den neuesten Medikamenten haben. Auch die Umsetzung von neuen Therapiekonzepten erfolgt in Österreich sehr rasch. Und: Österreichische Forschungsnetzwerke haben mit ihren Studien einen wesentlichen Beitrag zu den Fortschritten in der Onkologie geleistet.“ Ein Beispiel dafür ist die Austrian Breast and Colorectal Study Group (ABCSG). „Allerdings sollten wir die Augen nicht vor der Realität verschließen“, meint Univ.-Prof. Dr. Heinz Ludwig, Leiter des Wilhelminen Krebsforschungsinstituts am Wiener Wilhelminenspital.

„Vergleicht man die altersstandardisierte Krebsmortalität zwischen verschiedenen europäischen Ländern, so findet sich Österreich in der Studie von Ferlay an zehnter Stelle. Bei solchen Vergleichen muss allerdings auch die Inzidenzrate an Krebserkrankungen berücksichtigt werden; hier liegt Österreich an Stelle 21 von 41 europäischen Ländern, wobei auch Russland und andere osteuropäische Länder in die Analyse einbezogen wurden. Mit anderen Worten: Der Zugang zu modernen Medikamenten ist hervorragend, allerdings wirkt sich dies nur teilweise auf die Mortalitätsraten aus.“ Dass die Onkologie als medizinisches Fachgebiet an Bedeutung gewonnen hat, sieht Gastl auch an der Entwicklung der Fachgesellschaften: Die ÖGHO (Hämatologie und Onkologie) hatte bei der Gründung vor 50 Jahren weniger als 50 Mitglieder, heute sind es mehr als 500.

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