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Stolperfrei runter auf der Asthma-Treppe

Ist ein Asthmatiker seit mindestens drei Monaten stabil eingestellt, sollte eine Dosisreduktion der Dauermedikation erwogen werden. Viele Kollegen scheuen sich offenbar vor dieser Maßnahme. Dabei kommt sie Schätzungen zufolge für jeden vierten Patienten infrage. (Medical Tribune 16/18)

Stadienabhängig kommen in der Behandlung des Asthma bronchiale u.a. lang wirksame Beta-2-Agonisten (LABA) und inhalative Kortikosteroide (ICS) zum Einsatz. Hat sich der Patient unter einer für ihn passenden Behandlung stabilisiert, empfehlen verschiedene Leitlinien die Reduktion der Medikamentendosen, das sogenannte „Step-down“. In der Praxis wird allerdings immer noch zu wenig auf dieses Vorgehen zurückgegriffen, schreiben Dr. Michael R. Gionfriddo vom Geisinger’s Center for Pharmacy Innovation and Outcomes in Forty Fort, USA, und Kollegen. Dabei bietet es die Möglichkeit, das Nebenwirkungsrisiko zu reduzieren und gleichzeitig Kosten zu sparen.

Auch aus Gründen der diagnostischen Klarheit macht die Dosisreduktion von ICS Sinn. Schließlich weisen aktuelle Daten darauf hin, das bis zu 30 % der Patienten möglicherweise zu Unrecht den Stempel Asthma aufgedrückt bekommen. Für ein individualisiertes Zurückfahren der Dosis kommen vor allem stabil eingestellte, adhärente Patienten ohne weitere Risikofaktoren infrage. Diese umfassen z.B. häufige stationäre Aufenthalte, schlechte Dyspnoe-Wahrnehmung, oft erforderliche orale Kortikoide, zusätzliche Allergien oder psychiatrische Komorbidität. Reduziert werden können sowohl ICS alleine als auch die ICS/LABA-Kombi.

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