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TSH-Referenzwerte verschieben sich im Alter

FOTO: SAKRAMIR / ISTOCK

GRAZER FORTBILDUNGSTAGE - Weniger ist oft mehr: Bei latenten Hypothyreosen ist im Alter therapeutische Zurückhaltung angesagt. Latente Überfunktionen sind hingegen eine klare Behandlungsindikation, wie Prof. Alois Gessl bei der Tagung erklärte. (Medical Tribune 43/17)

Was tun mit einem älteren Menschen, der eine latente Hyperthyreose – also ein supprimiertes TSH und normale fT4- und T3-Spiegel – hat? Ist das gefährlich? „Vor 20 Jahren hätten wir diese Patienten noch nicht behandelt“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Alois Gessl, Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, Klinik für Innere Medizin III, AKH Wien. „Heute würden wir zu einer Therapie raten.“ Die Erklärung dafür, warum die latente Hyperthyreose heute eine eindeutige Behandlungsindikation ist, liefern große Studien, die zeigen, dass bereits eine subklinische Schilddrüsenüberfunktion das Risiko für Vorhofflimmern deutlich erhöht.

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