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Sportarzt sprintete in Primärversorgungszentrum

Rekordverdächtig: Nach vier Monaten Vorlaufzeit öffnet in Marchtrenk am 2. Oktober 2017 das zweite Primärversorgungszentrum in Oberösterreich seine Pforten. (Medical Tribune 38/2017)

In der Goethestraße 12 ab Oktober im ärztlichen Kernteam: Dr. Mayer, Dr. Trockenbacher und Dr. Ecker (v. li.)
In der Goethestraße 12 ab Oktober im ärztlichen Kernteam: Dr. Mayer, Dr. Trockenbacher und Dr. Ecker (v. li.)

Damit hat Dr. Ronald Ecker seine Kollegen in Haslach überholt. Das PVZ dort wäre eigentlich, nach Enns, das zweite Zentrum in Oberösterreich gewesen, es wird aber erst am 1.1.2018 aufgemacht. Der Startvorteil des Mediziners und Sportwissenschaftlers: Seine Arztordination in der Goethestraße in Marchtrenk (Bezirk Wels-Land) muss nicht neu gebaut werden. In gerade einmal vier Monaten habe man gemeinsam ein maßgeschneidertes Primärversorgungsmodell für Marchtrenk entwickelt, freuen sich Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander, OÖGKK-Obmann Albert Maringer, Niedergelassenen-Kurienobmann Dr. Thomas Fiedler – und Ecker. Der Hausarzt, ein Leistungssportler, bildet ab 2. Oktober mit Dr. Regina Mayer und Dr. Daniela Trockenbacher das ärztliche Kernteam, unterstützt von vier Ordinationsassistentinnen und zwei diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften. Vor Ort sind ebenfalls je ein Fachspezialist aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, klinische Psychologie/ Psychotherapie, Diätologie und Sozialarbeit. Dazu gibt es einen Zentrumsmanager und eine Lehrpraxis für Allgemeinmedizin.

Weniger Wartezimmerdruck

Neben längeren Öffnungszeiten – 41 Stunden in der Woche, davon viermal bis 18 bzw. 19 Uhr – „haben wir ein großes Angebot durch die Zusammenarbeit mit den Therapeuten und zudem eine sehr unkomplizierte Vermittlung, weil alles unter einem Dach ist“, betont Ecker gegenüber MT die Vorteile einer PV-Einheit (PVE). Die Gründe, warum sich Ecker entschied, seinen Kassen-Einzelvertrag „mit entsprechender beruflicher Freiheit“ aufzugeben: Das PVZ bedeute „mehr Lebensqualität“ für ihn und weniger „Wartezimmerdruck“. Er könne auch in Zukunft hohe ärztliche Qualität anbieten, „wenn es einem selbst gut geht – die Arbeitsintensität und der Arbeitsumfang der letzten acht Jahre als Kassenarzt wären auf Dauer nicht gegangen“. Zudem sei auch Marchtrenk vom Ärztemangel betroffen, die Stelle eines in Pension gegangenen Kollegen konnte nicht nachbesetzt werden. Für „PVE-neugierige“ Ärzte biete man eine unverbindliche Beratung an, so die OÖGKK und ÄKOÖ. Das gelte auch für Wahlärzte oder Spitalsärzte, die in PVEs gerne mitarbeiten wollen.

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