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Innsbrucker Pfad zur sicheren Gallenblasen-OP

ÖGGH 2017 - Die laparoskopische Cholezystektomie ist beileibe keine Anfängeroperation, hieß es auf der Jubiläumstagung der ÖGGH in Linz. Die Innsbrucker Universitätsklinik wendet einen Algorithmus an, um Gallengangs- und Arterienverletzungen vorzubeugen. (Medical Tribune 27/2017)

Die „critical view of safety“ mit Ductus cysticus und Arteria cystica.
Die „critical view of safety“ mit Ductus cysticus und Arteria cystica.

Cholelithiasis ist eine häufige Erkrankung, die bei zirka einem Fünftel der Bevölkerung auftritt. Doch nur rund 25–30 % der Gallensteinträger hätten im Laufe ihres Lebens Symptome und ein kompliziertes Gallensteinleiden sei nur in 1–2 % pro Jahr zu erwarten, betont Univ.-Prof. Dr. Dietmar ­Öfner-Velano, Direktor der Univ.-Klinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie, Medizinische Universität Innsbruck, auf der 50. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) in Linz.

Wann soll also die Gallenblase überhaupt heraus? Eine asymptomatische Cholelithiasis sei mit wenigen Ausnahmen (z.B. Porzellangallenblase) keine Indikation für eine Cholezys­tektomie (ChE). Im Gegensatz zur unkomplizierten symptomatischen Cholelithiasis. Ohne ChE komme es in 70 % der Fälle in zwei Jahren zu einem Rezidiv, gibt Öfner-Velano zu bedenken, und in 12 % der Fälle in zehn Jahren noch zu Komplikationen, wovon die akute Cholezystitis am häufigsten sei. Bei einer bereits konservativ behandelten Komplikation tritt ein Komplikationsrezidiv bei bis zu einem Drittel der Patienten pro Jahr auf.

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