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Grundlagenforschung zur Herzregeneration

Hat der Mensch die intrinsische Kapazität, geschädigtes Myokard zu regenerieren? Und lässt sich das in der Zukunft klinisch nutzen? (Medical Tribune 26/2017)

Die Fähigkeit zur Regeneration ganzer Organe oder wenigstens von Teilen davon ist dem Menschen im Verlauf der Evolution verloren gegangen. „Wenn Sie einem Goldfisch ein Stück Gehirn wegschneiden, wächst das nach“, sagt Dr. Josef Penninger, Direktor des Instituts für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA) in Wien. Viele Spezies sind auch in der Lage, kardiales Gewebe zu regenerieren. Bei Säugetieren ist die Fähigkeit zur Regeneration bei Embryonen und Föten oft noch vorhanden. Penninger verweist auf Versuche im Tiermodell, die zeigten, dass experimentell gesetzte Schäden an den Herzen neugeborener Mäuse vollkommen regenerieren.

„Es gab davor zwar ähnliche anekdotische Beschreibungen, aber wir glauben, dass das der erste sauber dokumentierte Fall der kompletten funktionellen Erholung eines menschlichen Herzens nach einem Myokardinfarkt ist. Wir glauben daher, dass auch Menschen die intrinsische Kapazität zur Herzregeneration haben“, so Penninger. „Die Frage wird nun sein, ob es uns gelingen wird, eines Tages an den richtigen genetischen Schrauben zu drehen, um diese Regeneration auch später im Leben zu erreichen.“

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