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Autonome Neuropathie hat viele Gesichter

Bis zu 20 Prozent der Diabetiker entwickeln aufgrund einer autonomen Neuropathie gastrointestinale ­Symptome. Einen Überblick über die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten gab es auf der ÖDG-Frühjahrstagung in Innsbruck. (Medical Tribune 21/2017)

Von Refluxsymptomen über Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö und Obstipation bis hin zu Hypo- und Hyperglykämien – die autonome Neuropathie bei Diabetes kann vielfältigste Beschwerden auslösen, die eines gemeinsam haben: Sie sind sehr unspezifisch.

Schlechte glykämische ­Kontrolle erhöht das Risiko

Behandelt werde das Thema oft ein wenig wie „das weggelegte Kind der Diabetologie“, bedauert Prim. Doz. Dr. Harald Stingl, Leitung der Abteilung für Innere Medizin, Landesklinikum Melk. Das liege nicht zuletzt an den eingeschränkten Therapiemöglichkeiten. Für den Zusammenhang mit der glykämischen Kontrolle gilt: Je schlechter diese ist, desto höher ist auch das Risiko für eine autonome Neuropathie (Odds Ratio von bis zu 3 bei schlechter metabolischer Kontrolle). Die autonome Neuropathie beschränke sich nicht nur auf die „vielzitierte“ Gastroparese, sondern könne den kompletten Gastrointestinaltrankt betreffen, hält Stingl fest. Das beginne schon mit dem Ösophagus. Hier manifestiert sich die Neuropathie in Form von verringerter Motilität oder einer verminderten Spannung des Ösophagusspinkters, woraus Refluxsymptome resultieren können.

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