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Dr. Stelzl: Nicht immer ist der Hausarzt schuld

Ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern: Letzte Woche hatte ich mich darüber geärgert, dass alles, was der Patient so verbockt, dem Hausarzt in die Schuhe geschoben wird. Was der Patient von sich gibt, wird meist unkritisch übernommen, und wenn es ein Blödsinn ist, dann hat der Hausarzt das halt so gesagt. Irgendwie bringt uns das in ein ziemliches Dilemma. Ich finde nämlich, dass eine genaue Anamnese sehr wichtig ist. Weiters denke ich, dass eine Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient zwingend notwendig ist.

Wenn also der Arzt dem Patienten glaubt und vertraut, dann muss er seine Geschichte aber auch so akzeptieren, wie er sie darstellt. Wo endet aber dann blindes Vertrauen und beginnt gesundes Misstrauen? Oder auch das Wissen, dass alles im Leben immer mehrere Seiten hat und die Wahrheit im Auge des Betrachters liegt. Wie viel soll man glauben, und womit tut man dem Patient womöglich Unrecht, indem man seine Geschichte anzweifelt?

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