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Dr. Stelzl: Besserwisser im Wartezimmer

Zu Anfang möchte ich klarstellen, dass ich meinen Job wirklich liebe. Es könnte sonst eventuell ein gegenteiliger Eindruck beim Lesen meiner Kolumnen entstehen. Und ich bin auch wirklich zufrieden mit dem, was ich tue, und glücklich dabei. Nur halt nicht immer. Ganz im Gegenteil: An manchen Tagen könnte ich einfach nur schreien. Vor Frust. Oder weil Blödheit doch wehtut. Allerdings leider nicht dem, der selbst davon betroffen ist. Aber ich gebe mein Bestes und versuche ruhig, sachlich und freundlich zu bleiben.

V wie Verschreibungen

Es ist Montagmorgen. Eigentlich mein Lieblingstag. Am Montag bin ich ausgeruht, voller Tatendrang und will möglichst viel arbeiten. Heute frage ich mich bereits zehn Minuten vor acht, wann die Woche endlich vorbei ist. Vor mir sitzt ein Patient, den ich am Donnerstag wegen einer Angina gesehen hatte. „Wie geht’s Ihnen heute?“, frage ich freundlich. „Es ist viel schlimmer geworden. In der Nacht von gestern auf heute habe ich hohes Fieber bekommen, Schüttelfrost, der ganze Körper tut mir weh. Es geht mir wirklich schlecht.“

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