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Wenn so absolut nix weitergeht

Leben ist Fluss, ist Veränderung, ist ständig neu, ist blablabla. Jedenfalls nicht meines und nicht im Moment. Es fühlt sich eher wie ein verstopftes Abflussrohr an. Irgendwie geht nix weiter, egal, was ich versuche. Ich habe mittlerweile auf meinem Schreibtisch eine ganze Liste der Dinge, die „anhängig“ sind. Anhängig ist ein wundervolles Wort. Ich weiß, dass es eigentlich für Gerichtsverfahren gilt. Aber es beschreibt so schön die Situation. Da gibt es einen Haufen unerledigten Ballast, der so richtig an mir hängt. Der mich beschwert und bedrückt, mich runterzieht, zurückhält und am Fortkommen hindert. Sogar mein Gang ist gebückter, schlurfender und langsamer geworden. Und ich frage mich, wie ich das ganze Zeug loswerden und einfach wieder losrennen kann.

B wie Bittsteller

Angefangen hat es ganz harmlos. Mit der Buchung einer kleinen „Gite“ für den Sommerurlaub mitten in der Normandie. Die Vermieter fixieren die Reservierung in dem Moment, in dem ich ihnen 200 Euro überweise. Das täte ich ja gern, wenn sie mir ihre Kontodaten endlich mitteilen würden. Aber ich krieg nur ein „Reserviert ist erst wenn angezahlt“ – und das auf Französisch –, aber keinen BIC und keinen IBAN. Auch wenn ich (leider ebenfalls auf Französisch, aber Gott sei Dank gibt’s Online-Wörterbücher) schon in einem halben Dutzend E-Mails darum gebettelt habe. Eigentlich wollen die ja was von mir, nämlich Kohle. Das Dumme ist nur, ich will auch was von ihnen, nämlich im Sommer nicht in der französischen Pampa campieren, weil schon ein anderer in unserer „Gite“ haust.

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