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Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs weiterhin häufigste Todesursachen

Bedingt durch die steigende Lebenserwartung erlagen 2018 die Österreicher am häufigsten altersbedingten Krankheiten. Zwei Drittel der Sterbefälle entfielen auf Erkrankungen des Kreislaufsystems (38,9 Prozent) und Krebs (24,5 Prozent).

Laut der Recherche der Statistik Austria waren weitere bedeutsame Todesursachen im vergangenen Jahr Krankheiten der Atmungsorgane (6,6 Prozent), Verletzungen und Vergiftungen (5,3 Prozent) sowie Krankheiten der Verdauungsorgane (3,3 Prozent).

Obwohl in absoluten Zahlen weniger Männer (40.851) als Frauen (43.124) verstarben, war bei Berücksichtigung der wachsenden Zahl älterer Menschen die Sterblichkeit (altersstandardisierte Sterberate) bei Männern höher als bei Frauen (Männer: 1.180,7 Sterbefälle je 100.000 der Bevölkerung gleichen Geschlechts, Frauen: 795,3). Die höhere Sterbefallzahl von Frauen ist eine Folge des höheren Frauenanteils in der älteren Bevölkerung.

Von 2008 bis 2018 verringerte sich die um Alterseffekte bereinigte Gesamtsterblichkeit für beide Geschlechter zusammen um 10,1 Prozent. Dies ist vor allem auf einen Rückgang der Sterblichkeit an Erkrankungen des Kreislaufsystems (minus 21,7 Prozent) zurückzuführen. Die altersstandardisierte Krebssterblichkeit verringerte sich in den vergangenen zehn Jahren um 13 Prozent - bei einem gleichzeitigen Anstieg der absoluten Zahl der Krebssterbefälle um vier Prozent.

Mehr als die Hälfte der Todesfälle 2018 (46.563 Verstorbene bzw. 55,4 Prozent) ereignete sich nach erreichtem 80. Lebensjahr. In dieser Altersgruppe lag jedem zweiten Ableben eine Krankheit des Kreislaufsystems zugrunde. Rund jede bzw. jeder Siebente in dieser Altersgruppe (14,8 Prozent) verstarb an Krebs. Mit großem Abstand waren auch Krankheiten der Atmungsorgane, psychische Krankheiten und Ernährungs- bzw. Stoffwechselkrankheiten von Bedeutung. Aufgrund von Stürzen verstarben rund ein Prozent der über 80-Jährigen.

Zwischen dem 40. und dem 80. Lebensjahr ereigneten sich rund 43 Prozent aller Todesfälle. In dieser Altersgruppe waren Krebserkrankungen die häufigste Ursache: Vier von zehn Sterbefällen wurden durch ein Karzinom verursacht. Ein Viertel der Sterbefälle im mittleren Erwachsenenalter war 2018 durch Herz-Kreislauf-Krankheiten bedingt, sieben Prozent durch Krankheiten der Atmungsorgane.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen zwischen zehn und 40 Jahren (zusammen 1,5 Prozent aller Sterbefälle) waren Krebs, Suizide und Unfälle die häufigsten Todesursachen. Bei den wenigen Todesfällen von Kindern im Alter von ein bis unter zehn Jahren (74 Todesfälle im Jahr 2018 bzw. 0,1 Prozent) waren neben Krebs angeborene Fehlbildungen die verbreitetste Todesursache. Bei Säuglingen (231 Todesfälle im Jahr 2018 bzw. 0,3 Prozent) führten Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen als häufigste Ursachen zu einem frühen Tod.

Quelle APA

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