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Substanzmissbrauch in Europa

Der am 31. Mai präsentierte Jahresbericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA mit Sitz in Lissabon konstatiert auf dem Drogenmarkt einen zunehmenden Gebrauch von Stimulanzien wie Ectasy (MDMA), aber auch von Cannabis sowie einen Anstieg der Drogentoten, der vor allem auf Überdosierungen von Opiaten zurückzuführen ist.

Europäischer Drogenbericht 2016:
Nach wie vor robuster europäischer Drogenmarkt

Nationale Schätzungen und Umfragen der EU-Mitgliedsstaaten ergaben, dass 6,6 Prozent der Personen zwischen 15 und 54 Jahren in den vorangegangenen Monaten Cannabis, 1,1 Prozent innerhalb eines Jahres zumindest einmal Kokain, 0,8 Prozent Ecstasy (3,4-Methylendioxy-N-Methamphetamin, MDMA) sowie ebenfalls 0,8 Prozent Amphetamin konsumiert hatten. Etwa drei Prozent der 15- bis 24-Jährigen dürften innerhalb eines Jahres neue psychoaktive Substanzen verwendet haben, so der Report.

Bei den 15 bis 34-Jährigen war MDMA im letzten Jahr besonders beliebt: 1,7 Prozent dieser Altersgruppe konsumierten Ectasy, obwohl der MDMA-Konsum bis vor kurzem rückläufig war, nachdem er Anfang bis Mitte der 2000er-Jahre seinen Höchststand erreicht hatte.

Die im European Drug Report 2016 präsentierten Daten über das Drogenangebot lassen auf einen hohen oder steigenden Reinheitsgrad bzw. Wirkstoffgehalt der meisten illegalen Substanzen schließen.

> Europäischer Drogenbericht 2016: Trends und Entwicklungen (PDF)

Quelle: APA, EMCDDA

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