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Alkoholsucht wird durch verleugnende Kommunikation befeuert

Alkoholabhängigkeit ist ein facettenreiches, meist von den Betroffenen lange verleugnetes, schwelendes Problem. In der hausärztlichen Praxis sind wir in der einen oder anderen Form fast täglich damit befasst. Drei Beispiele aus meinem Alltag sollen die Vielfältigkeit des Erscheinungsbildes und die Schwierigkeit des therapeutischen Zugangs andeuten. (ärztemagazin 8–9/19)

FALL 1: EIN 74-JÄHRIGER Mann mit Alkoholproblem im Pflegeheim. Seine Hauptdiagnosen: Diabetes mellitus, periphere arterielle Verschlusskrankheit bei chronischem Nikotinkonsum. Nach dem täglichen Stadtspaziergang kommt er alkoholisiert zurück. Wiederholte Stürze mit stationären Aufenthalten sind die Folge, ebenso Entgleisungen des Diabetes. Die Gangstörung aufgrund der Polyneuropathie trägt zu den Stürzen bei. Die Kognitionsdefizite und ein zunehmend aggressives Verhalten sind die gemeinsamen Probleme mit dem Pflegepersonal. Verschiedene medikamentöse, fachärztliche und psychotherapeutische Interventionen waren bisher erfolglos. Das Pflegeteam reagiert zunehmend mit Sorge, einerseits wegen der juristischen Verantwortung und andererseits wegen der therapeutischen Erfolglosigkeit.

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