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Welche Chancen hat der Masterplan Allgemeinmedizin?

Die Reaktionen auf den von zahlreichen Allgemeinmedizinern entwickelten Masterplan gehen weit auseinander: Ministerium und Hauptverband freuen sich über angebliche Gemeinsamkeiten mit den eigenen Plänen; es gibt jedoch auch Kritik – und Unkenntnis.

In der letzten Ausgabe (äm 14/2018) haben wir den Masterplan Allgemeinmedizin präsentiert – ein evidenzbasierter Maßnahmenkatalog mit dem Ziel, die Allgemeinmedizin in Österreich zukunftsfit zu machen und den drohenden Hausärztemangel abzuwenden. An dem Plan haben knapp 60 Ärzte mitgearbeitet, ­federführend waren die Öster­reichische Gesellschaft für All­gemein- und Familienmedizin (ÖGAM), die Ärztekammer und die medizinischen Universitäten Graz und Wien. Die Präsentation mitten im August dürfte bezüglich Aufmerksamkeitsgenerierung ungünstig gewählt worden sein, das Medienecho und die Reaktionen der geplanten Ansprechpartner waren enden wollend. Wir haben daher um einige Einschätzungen gebeten, wie der Inhalt des Masterplans zu bewerten sei und welche Chancen auf Umsetzung er haben könnte.

Ministerium

Gesundheitsminis­terin Mag. Beate Hartinger-Klein begrüßt die Initiative der Allgemeinmediziner und hofft auf eine gute Kooperation bei der Umsetzung: „Die Entwicklungen im Bereich der Allgemeinmedizin sind bereits seit einiger Zeit zentrales Thema der politischen Diskussion. Wie wichtig dieses Thema der neuen Bundesregierung ist, spiegelt sich zum einen darin wider, dass die Attraktivierung der Allgemeinmedizin auch im Regierungsprogramm verankert und zum anderen im aktuellen Zielsteuerungsvertrag für die Jahre 2017 bis 2021 mit entsprechenden Maßnahmen enthalten ist. Viele der im Masterplan genannten Punkte decken sich mit den Überlegungen und geplanten Maßnahmen des Ministeriums und der Zielsteuerungspartner Bund, Länder und Sozialversicherung. So wurden in der Bundes-Zielsteuerungskommission von Bund, Ländern und Sozialversicherung bereits im Juni 2018 ein Katalog mit wesentlichen gesundheitspolitischen Maßnahmen zur Attraktivierung der Allgemeinmedizin beschlossen. Dieser Katalog umfasst Maßnahmen in den Bereichen Ausbildung (universitär und postpromotionell), Berufsausübung sowie zur Verbesserung des Images. Die Interessenvertretungen der Ärzteschaft sowie weitere maßgebliche Akteure (Med. Universitäten, KA-Träger, weitere Berufsgruppen etc.) sind eingeladen, die Umsetzung der Maßnahmen in allen Bereichen gemeinsam zu forcieren und zu unterstützen.“

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