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Let’s talk about sex: Stoma-Patienten aktiv ansprechen

MKÖ 2017 – Stoma-Patienten müssen nicht auf Sexualität verzichten, jedoch mitunter „erfinderisch“ sein. Tipps dazu gab’s in einem Workshop der Kontinenzgesellschaft. (Medical Tribune 46/17)

Martina Signer macht Mut zum Sex, auch mit Stoma.
Martina Signer macht Mut zum Sex, auch mit Stoma.

Die interdisziplinär angelegte Fortbildung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) widmete sich heuer den Blasen- und Darmentleerungsstörungen. „Mit dem Thema Blockaden und Entleerungsstörungen war es naheliegend, Sexualität als zweites Thema zu wählen“, betonte Tagungspräsidentin OÄ Dr. Michaela Lechner, Abteilung für Chirurgie, KH Göttlicher Heiland in Wien, gegenüber MT. Denn Entleerungsstörungen hätten oft komplexe Ursachen, die sich nicht durch rein anatomische Veränderungen erklären lassen. Umgekehrt würden die Folgen der Erkrankungen tabuisiert. Wie etwa geht es mit der Sexualität nach Urostomie, Ileostomie oder Kolostomie weiter? Dieser Frage gingen Lechner, auch Europäische Fachärztin für Koloproktologie, und Martina Signer, DGKP, Kontinenz- und Stomaberaterin und Sexualpädagogin am Ordensklinikum Linz/KH der Barmherzigen Schwestern, in dem interdisziplinären Workshop „Stoma & Sexualität – Not macht erfinderisch“ nach. „Fast alle Patienten möchten Informationen zu den Auswirkungen ihrer Erkrankung oder Operation auf ihre Sexualität“, so Signer. Doch neun von zehn Betroffenen würden nie danach fragen, „daher muss der Impuls von den ‚Profis‘ kommen“.

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