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Wann ist der Wake-up Stroke behandelbar?

Bild: Wikimedia Commons/WoutergroenEin Fünftel aller ischämischen Schlaganfälle tritt während des Schlafs auf. Da der Zeitpunkt des Ereignisses in der Regel nicht bekannt ist, stehen die behandelnden Ärzte oft vor einem therapeutischen Dilemma. (Medical Tribune 15/2017)

Die Akuttherapie der Wahl beim ischämischen Schlaganfall ist die i.v. Thrombolyse mit rtPA. Dabei gilt: je schneller, desto besser. Die Wirksamkeit dieser Therapie ist allerdings nur in den ersten viereinhalb Stunden belegt. Danach überwiegen die Nebenwirkungen der Lyse und die Mortalität steigt an. Auch für die mechanische Thrombektomie gibt es ein Zeitfenster, innerhalb dessen der Eingriff stattfinden sollte. Für Patienten mit Wake-up Strokes sind diese therapeutischen Vorgaben fatal: Wenn die Ehefrau beim Aufwachen bemerkt, dass der neben ihr liegende Partner in der Nacht einen Schlaganfall erlitten hat, ist unklar, wann die ersten Symptome aufgetreten sind. Ein Großteil der Betroffenen erhält daher auch keine rekanalisierende Therapie. Darunter auch Patienten, die wahrscheinlich von rtPA oder einer Thrombektomie profitieren würden. Auf der anderen Seite führt diese Unklarheit aber auch dazu, dass viele Thrombolysen heute off-label durchgeführt werden.

Besonderheiten von Wake-up Strokes

Eine wichtige Voraussetzung für die Optimierung der Behandlung von Wake-up Strokes ist ein besseres Verständnis des Krankheitsbildes. „Wake-­up Strokes sind nicht einfach Schlaganfälle, die über den Tag verteilt zufällig im Schlaf auftreten“, verweist Priv.-Doz. Dr. Dimitre Staykov, Leiter der Abteilung für Neurologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, auf einige Besonderheiten nächtlicher Schlaganfälle. Es gibt eine Reihe von physiologischen Faktoren, die sich im Schlaf oder bei Schlafstörungen ändern und  mit Wake-up Strokes in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, Schwankungen des Blutdrucks, hormonelle Veränderungen, Vorhofflimmern, nächtliche Abfälle der Sauerstoffsättigung und eine erhöhte Ko­agulabilität.

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