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Medikamentöse Therapie der COPD

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 28

(COPD Teil 2) Adherence, der richtige Umgang mit den Medikamenten und das Management von Neben- und Wechselwirkungen beeinflussen massiv die Lebensqualität – Unterstützung durch uns Apotheker kann hier zum Therapieerfolg beitragen.

Ziel der medikamentösen COPD-Therapie ist eine Verzögerung der Progression, eine Besserung der Symptomatik wie Husten und Dyspnoe und die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten. Außerdem dient sie der Prävention von Exazerbationen, welche ihrerseits wieder Komplikationen und Hospitalisierungen nach sich ziehen können.
Der Umfang der medikamentösen Standarddauertherapie wird mit fortschreitender Schwere der Erkrankung schrittweise gesteigert und richtet sich dabei im Wesentlichen nach den GOLD-Risikoklassen (siehe Tabelle).graf_copd2
Bronchodilatatorisch wirksame Substanzen sind die Basis für die Linderung der COPD-Symptomatik. Dafür stehen im Wesentlichen Beta-2-Agonisten und Anticholinergika mit unterschiedlicher Wirkdauer zur Verfügung. Als Alternative wird in den Leitlinien auch Theophyllin angeführt. Als weitere Säule dienen Entzündungshemmer (Steroide).
Mit steigendem Schweregrad der Erkrankung ist es nötig, neben Bedarfs- auch Dauertherapien einzusetzen. Substanzen mit längerer Halbwertszeit fördern die Compliance, da weniger Inhalationen pro Tag durchgeführt werden müssen, und vermindern Schwankungen in der Lungenfunktion. Ob Beta-2-Agonisten, Anticholinergika oder Kombinationen angewandt werden, hängt (abgesehen vom Stadium der COPD) auch vom individuellen Ansprechen des Patienten bzw. vom Auftreten unerwünschter Wirkungen ab.
Zusätzlich sind das Ausschalten möglicher Auslöser (Tabakrauch, andere Schadstoffe) als Kausaltherapie und nicht-medikamentöse Therapien (Atemphysiotherapie) essenziell.

Beta-2-Agonisten: SABA und LABA

Kurzwirksame Beta-2-Agonisten, SABA (= short acting beta-receptor agonist), wie Fenoterol (Berotec®), Salbutamol (Sultanol®) oder Terbutalin (Bricanyl®) haben eine Wirkdauer von etwa 4–6 Stunden. Wegen ihres raschen Wirkeintritts eignen sie sich auch gut für die Behandlung akuter Atemnot („Reliever“-Funktion). Dazu werden initial zwei Hübe inhaliert, ist die Wirkung nach 10–15 min nicht zufriedenstellend, so kann die Inhalation wiederholt werden. (Bei Nichtansprechen ist ein Arzt zu kontaktieren/aufzusuchen.)
Längerwirksame Beta-2-Agonisten, LABA (= long acting beta receptor agonist), besitzen eine Wirkdauer von etwa 12 Stunden. Sie werden als Basisversorgung zweimal täglich verwendet und sollen die Symptome ganztägig lindern. Die Anflutungsgeschwindigkeit ist unterschiedlich, z.B. wirkt Formoterol (Oxis®) innerhalb von wenigen Minuten und im Gegensatz zu Salmeterol (Serevent®) auch bei akuten Beschwerden. LABA in
Monotherapie sind ausschließlich bei COPD indiziert. Noch angenehmer in der Anwendung, nämlich mit einer einzigen Anwendung täglich, sind die sogenannten Ultra-LABA, z.B. Indacaterol (Onbrez®), Olodaterol (Striverdi®), die bis zu 25 Stunden wirksam bleiben. Die COPD ist bislang die einzige Lungenerkrankung, für die diese Substanzen zugelassen sind.

Beratung:

Wie bei allen Inhalativa ist es wichtig sicherzustellen, dass der Patient die korrekte Inhalationstechnik beherrscht, z.B. durch

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