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Millionen verlorene Lebensjahre durch Schädel-Hirn-Trauma

14.07.2017 – ForscherInnen aus 16 EU-Staaten, darunter auch Österreich, haben die Zahlen zum Schädel-Hirn-Trauma untersucht. Rund 17.000 Menschen starben demnach 2013 an dieser schweren Kopfverletzung. Hochgerechnet auf alle 28 EU-Staaten wären das etwa 57.000 Todesfälle mit insgesamt 1,3 Millionen verlorener Lebensjahre, so die ForscherInnen.

Marek Majdan von der Universität Trnava (Slowakei) berechnete anhand von Eurostat-Daten die Auswirkungen von Schädel-Hirn-Traumata auf die Bevölkerung. Um mit aussagekräftigen Daten der Öffentlichkeit die Ernsthaftigkeit solcher Verletzungen klarzumachen und damit politischen Entscheidungsträger bei Präventionsmaßnahmen für Hochrisikogruppen zu unterstützen, zeigt Majdans Berechnung nicht Todesopfer, sondern verlorene Lebensjahre.

Die häufigsten Gründe für Schädel-Hirn-Traumata waren Stürze und Verkehrsunfälle. Knapp drei Viertel der Todesopfer seien männlich. Männer erleiden solche Traumata in jüngeren Jahren als Frauen. Im Vergleich der 16 EU-Staaten ist die Rate der durch Schädel-Hirn-Trauma verstorbenen Frauen in Österreich am höchsten.

 

Quelle: APAMED

Von: Mag. Nicole Resl