Menü Logo medONLINE.at

Foto und Film im Erbgut lebender Bakterien

14.07.2017 – Ein Forscherteam um Seth Shipman und George Church von der Harvard Medical School in Boston hat erstmals digitale Bilder und Filmaufnahmen in lebenden Zellen eingeschleust.

Sie speicherten das Schwarz-weiß-Foto einer Hand sowie eine historische Filmsequenz aus dem Jahr 1887 in der DNA von Bakterien mit dem Ziel, dass die betreffenden Zellen ihre eigenen Entwicklungsprozesse im Erbgut aufzeichnen.

Die Forscher nutzten die molekulare Genschere Crispr, um die Pixel-Informationen in das Erbgut von Escherichia-coli-Bakterien einzuschleusen. Die Pixel der Bilder wurden dazu in Form von Sequenzen der vier DNA-Bausteine kodiert und an bestimmten Stellen der DNA untergebracht.

Die Idee dahinter: Zellen sollen ihre eigenen biologischen Prozesse selbst aufzeichnen, wodurch MedizinerInnen eines Tages in der Lage sein könnten, die Entwicklungsentscheidungen einer sich entwickelnden Nervenzelle von der frühen Stammzelle bis zum hoch spezialisierten Zelltyp im Gehirn nachzuverfolgen, so Shipman.

 

Quelle: APAMED

Von: Mag. Nicole Resl