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Ein Tröster für gereizte Augen

FOTO: ISTOCK/RBIEDERMANN

Ob Bindehautentzündung oder zu viel Sonne: Augentrostkraut (Euphrasiae herba) ist ein wirksamer Helfer. (Pharmaceutical Tribune 04/2017)

Augendank oder Augenglanz (eyebright, engl.) wird Euphrasia genannt. Seit dem Mittelalter ist Augentrost in Kräuterbüchern als Heilmittel bei Augenentzündungen erwähnt. Die Angaben über Euphrasia (griech.: euphrosine = Frohsinn, Wohlgefallen) sind vage. Gesichert ist die Erwähnung inkl. Abbildung und Hinweis zur Wirkung im 15. Jahrhundert im „Mainzer Gart der Gesundheit“. Volksmedizinisch holte Kneipp den Augentrost wieder aus der Grauzone und Euphrasiae herba wurde offizinell. Hahnemann übernahm ihn bald als potente Heilpflanze in sein Repertoire. Trotz Ablehnung der wissenschaftlich fundierten Augenheilkunde hält sich Augentrost hartnäckig in der Volksheilkunde. Wässrige Zubereitungen als Spülung oder alkoholische Auszüge und homöopathische Zubereitungen bringen nachweislich Erfolge in der Behandlung leichter Entzündungen und Reizungen der Bindehaut.

Inhaltsstoffe: Hauptinhaltsstoffe des Krauts sind Iridoidglycoside (Aucubin u. Catapol), Flavonoidglycoside (Apigenin- u. Quercetinderivate) und Phenolcarbonsäuren (Ferula- oder Kaffeesäurederivate). Diese polyphenolen Substanzen inaktivieren freie Radikale im Rahmen einer Entzündung. Die Radikalfänger-Aktivität von Extrakten aus Euphrasiae herba konnte nachgewiesen werden. Positiver Effekt zeigte sich vor allem in phenolischen Fraktionen mit hoher Konzentration an Phenolcarbonsäuren und Flavonoiden.1

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