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Ein scharfes Multitalent!

Abb.: Wikimedia/gemeinfrei

Zubereitungen aus dem Ingwerwurzelstock (Zingiber officinale) werden z.B. bei Erkältung und dyspeptischen Beschwerden eingesetzt. (Pharmaceutical Tribune 02/2017)

Beim Wandern in der kühlen Jahreszeit kann man die klare Luft und die Stille besonders genießen – wenn da nicht die klammen Finger und eisigen Nasen wären. Da bietet uns die Natur ein probates Mittel, um uns einzuheizen! Ingwer ist das Zaubermittel und seit 4000 Jahren als wärmendes Gewürz und Heilmittel in Verwendung. Ursprungsgebiet ist der asiatische Raum, in der traditionellen chinesischen Medizin erwähnte ihn bereits Konfuzius. Im strengen Mittelalter wurde die Anwendung als Heilpflanze aufgrund der möglichen aphrodisierenden Wirkung nicht empfohlen. Seit dem 16. Jahrhundert ist Zingiber officinalis ROSCOE in Europa etabliert.

Inhaltsstoffe: Ingwer enthält bis zu drei Prozent ätherisches Öl. Die Zusammensetzung variiert je nach Chemotyp des Anbaugebiets. Hauptbestandteile sind Sesquiterpene wie (-)-α-Zingiberen und (+)- Curcumen. Das typische Aroma bedingen Zingiberol und die Monoterpene Geranial und Nerol. Die zweite Inhaltsstoffgruppe bilden nicht flüchtige Scharfstoffe. Es handelt sich um Arylalkanone mit aliphatischen Seitenketten unterschiedlichen Hydroxylierungsgrades, teilweise mit Sulfatierung und variabler Länge. Man unterscheidet Gingerole mit dem Hauptbestandteil [6]-Gingerol und Shoagole, die sich bei Trocknung der Droge durch Wasserabspaltung aus den Gingerolen bilden. Unerwünschte Abbauprodukte bei Überlagerung sind nicht scharfe Zingerone, die nur der Qualitätskontrolle dienen.

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