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Aus den Ohren, aus dem Sinn

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Wenn aufgrund einer fortgeschrittenen Demenzerkrankung andere Kommunikationsmittel verloren gegangen sind, können Agitation, Aggressivität oder lautes „Hallo“-Rufen die einzige Möglichkeit sein, starken Schmerzen Ausdruck zu verleihen. (Medical Tribune 7/2017)

Eine 86-jährige Frau wird aufgrund ihrer fortgeschrittenen Demenzerkrankung seit einigen Monaten in einem Pflegeheim betreut. Sie leidet nicht nur an Demenz, sondern auch an einer ausgeprägten Herzinsuffizienz, einer eingeschränkten Nierenfunktion und Osteoporose mit dia­gnostizierten Wirbelkörperfrakturen. Weil davon ausgegangen wird, dass die Osteoporose mit starken Schmerzen verbunden ist, erhält die Patientin eine transdermale Schmerztherapie mit Fentanyl.

Tagsüber fällt die Unruhe der Bewohnerin auf, sie wandert ständig im Wohnbereich umher und sogar beim Essen kann sie nicht sitzen bleiben. Gegen Abend verstärkt sich die Unruhe weiter, und wenn die Frau zu Bett gebracht wird, beginnt sie kurz da­rauf laut zu rufen. Sie ruft „Hallo“ und an manchen Tagen ruft sie nach ihrer Mama. Im Lauf der Nacht werden die Rufe immer lauter  – so laut, dass andere Bewohner des Seniorenheims in ihrer Nachtruhe gestört werden. Das Pflegepersonal führt dieses Verhalten auf die Demenz zurück. Schmerz wird als Ursache nicht in Betracht gezogen, da die Patientin ja bereits eine Schmerztherapie hat.Der Hausarzt wird über die zunehmende nächtliche Unruhe informiert und verordnet ein Neuroleptikum und ein Schlafmittel – die nächtlichen Rufe hören auf.

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