Menü Logo medONLINE.at

Priorisierung gegen die Polypharmazie

19756-pillen_blau_weiss.320Medikamente nach Behandlungsziel und Wichtigkeit zu beurteilen, ist eine praktikable Methode, um unnötige Arzneimittel zu identifizieren. Voraussetzung für das erfolgreiche Absetzen von Medikamenten ist eine gute Arzt-Patienten-Kommunikation.

Bevor man sich die Mühe macht, die Medikamentenlisten seiner älteren Patienten zu durchforsten, sollte man wissen: Evidenz dafür, dass strukturierte Maßnahmen gegen Polypharmazie irgendeinen Nutzen für die Betroffenen haben, gibt es so gut wie keine. In einer aktuellen Metaanalyse von 25 Studien mit über 10.000 Patienten, in denen Pharmazeuten, Ärzte oder multidisziplinäre Teams mit unterschiedlichen Methoden versucht hatten, die Anzahl der Medikamente zu senken, hatten die Patienten vor der Intervention im Schnitt 7,4 Arzneimittel. Im Follow-up nahm diese Zahl durch die Intervention lediglich um 0,2 ab und in der Kontrollgruppe um 0,2 zu. Weder in einzelnen Studien noch in der Metaanalyse konnte ein Effekt auf die Gesamtmortalität nachgewiesen werden. Einzig eine Verminderung der Hospitalisierungsrate wurde in einzelnen Studien gefunden.

Dr. Jochen Schuler  Facharzt für Innere Medizin, Salzburg

Dr. Jochen Schuler
Facharzt für Innere Medizin, Salzburg

Um den vollständigen Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder sich auf medONLINE.at registrieren.

Jetzt einloggen

Passwort vergessen

Jetzt kostenlos registrieren

Mit einer Anmeldung bei medONLINE.at haben Sie Zugriff auf: DFP-Kurse, Arzneimittelinfos, Produktfortbildungen und mehr.

Loggen Sie sich ein oder registrieren Sie Ihren kostenlosen medONLINE.at Account.