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Personalisierte menschliche Medizin

Foto: BilderBox.comSchwer Kranke brauchen nicht nur auf sie zugeschnittene, moderne Therapien, sondern auch eine gute psychosoziale Betreuung. Das Projekt Intensivberatung bietet Patienten und Angehörigen genau das.

„In unserem medizinischen Alltag ist der Patient zum Störfaktor geworden“, übte Dr. Michaela Möstl, Hämatoonkologin und Psychoonkologin im Hanusch-Krankenhaus, bei einem Patiententag im Wiener Museumsquartier Kritik. Schuld daran seien u.a. der Personalmangel in den Spitälern bei gleichzeitiger Zunahme der Aufgabenstellungen. „Unsere Schwestern und Pfleger – die sich wie wir Ärzte für einen helfenden Beruf entschieden haben – würden sich oft gerne ans Krankenbett setzen, um mit schwer kranken Patienten zu sprechen, müssen stattdessen aber ihrer aufwendigen Dokumentationspflicht nachkommen“, gab sie zu bedenken. „Das Projekt Intensivberatung versteht sich als Gegenbewegung zu den aktuellen Entwicklungen und will ein Umdenken einleiten.“

Das 2013 gestartete Pilotprojekt (siehe unten) wird u.a. vom Sozialministerium und von der Wiener Gebietskrankenkasse gefördert. Projektziel ist, gesundheitlich beeinträchtige Menschen in den beruflichen und sozialen Alltag zu reintegrieren. Gemäß WHO-Empfehlung soll Patienten, die von chronischer oder schwerer Krankheit betroffen sind, ja bei der Erfüllung ihrer physischen, psychischen und sozialen Bedürfnisse geholfen werden. Da die Förderung und Wiederherstellung psychisch-sozialer Gesundheit in der modernen Medizin großteils zu kurz kommt, besteht hier besonderer Handlungsbedarf.

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