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NSAR: Interaktionen beachten!

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 17

NSAR gehören zu den meistverkauften OTC-Präparaten, allerdings auch zu den wechselwirkungsreichsten Arzneimitteln. In der Beratung sind die wichtigsten Interaktionen zu berücksichtigen. 

NSAR entwickeln ihre Wirkung über die Hemmung der Cyclooxygenasen („COX-Inhibitoren“), wobei COX 1 und COX 2 in unterschiedlichem Ausmaß gehemmt werden. Therapeutisch wirksam sind NSAR durch ihre analgetische, antiphlogistische und antipyretische Wirkung. Typische Nebenwirkungen der NSAR wie gastrointestinale Störungen, Blutungskomplikationen und Nierentoxizität können durch Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen verstärkt bzw. erst klinisch relevant werden.  
Daher sollte bei der Abgabe von NSAR immer nach der Begleitmedikation gefragt werden: 

Nehmen Sie zusätzlich …

…Glucocorticoide?

Durch parallele Anwendung von (systemisch wirksamen!) Glucocorticoiden und NSAR verstärkt sich das Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen wie etwa gastrointestinale Blutungen oder Ulcera massiv – insbesondere im höheren Lebensalter und bei vorbestehenden gastrointestinalen Erkrankungen. Besonders risikobehaftet sind hohe Dosierungen und Dauertherapien. Werden NSAR und Glucocorticoide parallel verordnet, so sollte die Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer in prophylaktischer Dosierung begleitet werden.  
Beratung: In der Selbstmedikation ist Paracetamol die sicherste Variante für Patienten unter Glucocorticoidtherapie. 

… andere NSAR?  

Sind die Cyclooxygenasen durch die Gabe eines NSAR in ausreichender Dosierung maximal gehemmt, so lässt sich die analgetische Wirkung durch Zugabe eines zweiten NSAR nicht mehr steigern, auch wenn dies in der Selbstmedikation durch Patienten oft versucht wird. Die Kombination mehrerer Nicht-Opioid-Analgetika ist daher aus pharmakologischer Sicht nicht sinnvoll (Ausnahme: Kombinationen mit Paracetamol und Metamizol), sie bringt nur ein erhöhtes Risiko an gastrointestinalen Nebenwirkungen und Blutungskomplikationen mit sich.  

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