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Neurobiologie der Schizophrenie

Foto: kirstypargeter/iStock

Unser Wissen über die Neurobiologie der Schizophrenie hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Bis jetzt haben die neuen Erkenntnisse leider noch keinen Durchbruch bei der Behandlung zur Folge gehabt. Laufende Studien zu glutamatergen Substanzen und Nahrungsergänzungen sind vielversprechend. Die zunehmende Einsicht, dass Schizophrenien genetisch, epigenetisch, biologisch und klinisch heterogen sind, ist zentral und weist darauf hin, dass die Verbesserung der Diagnostik mittels Biomarker entscheidend sein könnte, um neue, wirksamere Therapien zu entwickeln. Da die Schizophrenie eine Hirnentwicklungsstörung ist, sind Verbesserungen bei der Risikovermeidung, der Früherkennung und der indizierten Prävention besonders erfolgversprechend. (CliniCum neuropsy 5/16)

Die Schizophrenie ist eine schwerwiegende Krankheit mit schweren sozialen und körperlichen Folgen. Bis zu 80 Prozent der Betroffenen sind arbeitslos. Die Lebenserwartung ist zehn bis 20 Jahre reduziert. Die persönlichen, aber auch die wirtschaftlichen Kosten sind enorm, weil die Krankheit im jungen Erwachsenenalter beginnt und viele Erkrankte eine Rente und Pflege benötigen. Die Entdeckung antipsychotischer Medikamente hat zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen und ihres sozialen Umfeldes geführt.

Für viele ist ein Leben außerhalb der Klinik dadurch möglich geworden. Die Einführung atypischer Antipsychotika führte zu einer deutlichen Abnahme der unerwünschten Medikamentenwirkungen. Depotpräparate haben das Potenzial, die Compliance deutlich zu verbessern und das Rückfallrisiko zu senken. Integrierte Behandlungsprogramme mit Psychoedukation, spezialisierter Psychotherapie und Rehabilitation verbessern das psychosoziale Behandlungsergebnis deutlich.

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