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Hypoglykämie: Eine unterschätzte Gefahr

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 15

Hypoglykämien sind eine relativ häufige Nebenwirkung der medikamentösen Diabetestherapie. Ärzte und Patienten fürchten sie zu Recht, denn die Unterzuckerung ist eine potenziell lebensbedrohliche Akutkomplikation.

Die möglichst optimale Blutzuckereinstellung des Diabetikers ist zwar zur Vermeidung möglicher Spätkomplikationen und frühzeitiger Mortalität wünschenswert, bringt jedoch ein erhöhtes Hypoglykämierisiko mit sich. Von einer Hypoglykämie spricht man, wenn der Blutzucker unter 50 mg/dl fällt, beziehungsweise die hypoglykämischen Symptome (siehe unten) auftreten. Das kann jedoch unter Umständen auch schon bei wesentlich höheren Werten beobachtet werden, insbesondere dann, wenn der Betreffende dauerhaft höhere Blutzuckerwerte gewöhnt ist und/oder der Blutzucker sehr rasch von höheren Werten abfällt.

Zusätzlich hat jeder Patient eine individuelle „Hyposchwelle“.  Während beim Stoffwechselgesunden normalerweise mehrere Gegenregulationsmechanismen aktiv werden und dadurch auch in längeren Phasen ohne Nahrungsaufnahme Hypogly­kämien verhindern, können diese Schutzmechanismen beim Diabetiker gestört sein. Hinzu kommt, dass mit steigender Krankheitsdauer und vor allem durch häufiges Durchleben von Hypoglykämien die Fähigkeit zur Wahrnehmung der typischen Unterzuckerungssymptome nachlässt: Auch schwere Hypoglykämien können dann quasi „ohne Vorwarnung“ auftreten. Diese gestörte Hypoglykämiewahrnehmung kann wieder verbessert werden, wenn es gelingt, über mehrere Wochen konsequent Unterzuckerungen zu vermeiden, z.B. durch häufigere Blutzuckermessungen und entsprechendes Adaptieren der Insulintherapie.

Medikamente als Auslöser

Starke Hypoglykämien sind überwiegend medikamentös bedingt, jedoch bergen bei Weitem nicht alle Antidiabetika ein Hypoglykämierisiko.  Typische Auslöser sind Insulin sowie orale Antidiabetika, die die Insulinausschüttung fördern:

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