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Der Zeit hinterher

Seit den fortschrittlichen Ansätzen im Nichtraucherschutz Anfang der 1990er Jahre hat sich in Österreich diesbezüglich nicht mehr viel getan. Auch die 2015 beschlossene Tabakgesetznovelle lässt einige Kritikpunkte offen.

 Entwicklungen der letzten 20 Jahre

Im Jahr 1993 wurden die österreichischen Pläne für den Nichtraucherschutz im Rahmen einer WHO-Konferenz noch für ihre  Fortschrittlichkeit gelobt. Jedoch trat erst 1995 ein – deutlich entschärftes – Gesetz in Kraft : das Gastgewerbe war ausgenommen, und dem übrigen Nichtraucherschutz wurden die Sanktionen gestrichen. In den folgenden Jahren kam die Tabakgesetzgebung zum Stillstand und erlebte teilweise sogar Rückschritte. Beinahe widerwillig folgte man den Direktiven der EU.

Die Ratifikation der WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle wurde am 15.9.2005 zwar in Österreich rechtskräftig, jedoch wurde sie bisher nicht umgesetzt. Die Raucherraten bei Kindern und Jugendlichen stiegen in den 1990er Jahren dramatisch, bis Österreichs 15-Jährige die höchste Raucherquote in Europa erreichten. Bei Frauen ab 16 Jahren stieg der Anteil täglicher Raucher von 9,8 Prozent  (1972)  kontinuierlich auf 22,2 Prozent (2014), und sowohl bei Mädchen wie bei Buben wurden die Raucheinstiegsalter immer jünger. Bei der Tabakkontrolle fiel Österreich immer weiter zurück, wurde 2007 schließlich von allen EU-Ländern überholt und behauptet seither den letzten Platz im Ranking der europäischen Krebsligen.  

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