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Bestrebungen für ein europaweites Curriculum

Foto: skynesher/iStock

Die moderne Psychopharmakotherapie ermöglicht die effektive und nebenwirkungsarme Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen. Atypische Neuroleptika zur Behandlung der Schizophrenie oder selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer zur Therapie depressiver Störungsbilder stellen eindrucksvolle Beispiele für die Entwicklung der Psychopharmakotherapie im letzten halben Jahrhundert dar. Diese Weiterentwicklung erfordert jedoch eine Erweiterung psychopharmakologischer Kenntnisse, um eine sichere und effektive Psychopharmakotherapie zu ermöglichen. 

Einerseits verlangen neue Substanzen, Indikationen und Methoden spezialisiertes Wissen. Wie in anderen Bereichen der Medizin stehen für die Psychiatrie zunehmend Evidence-based Medicine und darauf basierende Leitlinien für die Patientenbehandlung zur Verfügung. Andererseits behandelt die Psychiatrie ein klinisch sehr diverses und von sozioökonomischen Faktoren geprägtes Patientengut. Unsere bisherigen, auf kategorialen Einteilungen basierenden, diagnostischen und therapeutischen Systeme spiegeln nur begrenzt die Vielfältigkeit unserer Patienten wider. Die Herausforderung an Psychiatern ist es somit, eine individualisierte, jedoch aktuellen Empfehlungen entsprechende Psychopharmakotherapie zu verordnen.

Vorteile einer internationalen Standardisierung

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