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Beratungsintensive Penicillintherapie

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 20

Vorteile der Beta-Lactam-Antibiotika sind ihre spezifische Wirksamkeit und gute Verträglichkeit. Einnahmefehler können dennoch zu Wechselwirkungen führen. Auch Überempfindlichkeiten sind ein Thema.

Die chemischen Antibiotika-Substanzklassen unterscheiden sich erheblich in ihrer Wirksamkeit gegen die verschiedenen Krankheitserreger, aber auch in ihrem Neben- und Wechselwirkungspotenzial. Die Gruppe der Beta-Lactam-Antibiotika ist die umfangreichste und wird daher in der MM-Serie als erste behandelt. Weitere Antibotika-Substanzklassen werden im weiteren Verlauf der Serie sukzessive vorgestellt werden.

Große therapeutische Breite

Penicilline sind neben Cephalosporinen, Carbapenemen und Monobactamen die bekanntesten und wichtigsten Vertreter der Beta-Lactam-Antibiotika. Diese wirken sekundär bakterizid (d.h. bei proliferierenden Bakterien), in dem sie in die Zellwandsynthese eingreifen. Es wird der Transpeptidase-Schritt gehemmt, sodass keine Muramin-Quervernetzung stattfinden kann.  Penicilline sind „zeitabhängige Antibiotika“, ihr Effekt ist daher davon abhängig, dass im Zielgewebe konstante, mäßige Wirkspiegel erzeugt werden. Der Motivation des Patienten zur regelmäßigen Einnahme kommt daher große Bedeutung zu.

Penicilline sind wenig toxische Substanzen mit einer großen therapeutischen Breite, lediglich durch enorme Überdosierungen (oder durch fehlende Dosisanpassung bei stark eingeschränkter Nierenfunktion) können neurotoxische Symptome wie Krämpfe und Koma sowie eine inter­stitielle Nephritis ausgelöst werden. Penicilline werden auch in der Pädiatrie verwendet und zählen zu den sichersten Antibiotikagruppen in der Schwangerschaft und Stillzeit.

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