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AM und Alkohol: Ein Gläschen in Ehren?

SERIE MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 16

Die Frage, ob Alkohol mit Medikamenten kombiniert werden darf, beschäftigt Kunden häufig. Wechselwirkungen sind auf mehreren Ebenen möglich und Kunden für eine differenzierte Beratung sehr dankbar.

In der Leber werden 90–95 % des aufgenommenen Alkohols abgebaut. Zwei Enzyme spielen dabei eine herausragende Rolle:

  1. Die Alkoholdehydrogenase (ADH) baut Ethanol zu Acetaldehyd ab.
  2. Die Acetaldehyd-Dehydrogenase, verstoffwechselt Acetaldehyd weiter zu Essigsäure.

Bei höheren Alkoholkonzentrationen im Blut erfolgt die Metabolisierung zusätzlich über das Cytochrom-P450-System, insbesondere über die CYP 2E1. Während die akute Zufuhr großer Alkoholmengen CYP 2E1 kompetitiv hemmt, wirkt chronischer Alkoholkonsum enzyminduzierend. Entsprechend wird der Metabolismus von Arzneimitteln, die ebenfalls Substrate der CYP 2E1 sind, gehemmt oder induziert.

Der Disulfirameffekt durch Hemmung der Acetaldehyd-Dehydrogenase

Eine Hemmung der Acetaldehyd-Dehydrogenase durch Medikamente führt zu einer Kumulation von Acetaldehyd im Körper. Die daraus resultierenden Symptome wurden als Disulfiram- oder Antabus®-Effekt bekannt, der mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Durchfall, Flush, Atemnot und Blutdruckabfall einhergeht.

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