Menü Logo medONLINE.at

Wenn der Winter auf die Psyche schlägt

ABB.: ISTOCK/DIMACHE

APO-TIPPS – Es muss nicht immer eine echte Winterdepression sein: In der kalten Jahreszeit häufen sich die Anfragen zu stimmungsaufhellenden Mitteln.

1 Wann wirkt Johanniskraut

Die Kundenfrage: „Ich bin ständig müde, antriebslos und nichts freut mich. Ich habe gelesen, dass Johanniskraut dagegen hilft. Nun nehme ich es schon seit zwei Wochen ein und merke keinen Unterschied. Mache ich etwas falsch?“
Die Empfehlung: „
Bis das Johanniskraut zu wirken beginnt, können oftmals bis zu sechs Wochen vergehen. Es kann jedenfalls so lange dauern, bis Sie einen spürbaren Unterschied wahrnehmen. Wenn diese Zeitspanne für Sie nicht zu bewältigen ist, weil die Verstimmung zu quälend ist, dann ist es besser, sich mit einem Arzt zu beraten. Wichtig für den Erfolg mit Johanniskraut ist auch, dass Sie ein Präparat mit einem geprüften Extrakt wählen und dass Sie es in ausreichender Dosierung einnehmen! Lassen Sie sich auch beraten, ob Johanniskraut mit Ihren restlichen Medikamenten Wechselwirkungen eingeht – manche Arzneistoffe werden durch Johanniskraut verstärkt abgebaut und können dann nicht mehr richtig wirken.“
Tipp:
Johanniskraut verstärkt auch den Abbau von Vitamin D im Körper – daher soll man bei der Einnahme dieses pflanzlichen Antidepressivums umso mehr auf Vitamin-D-Substitution bzw. Blutspiegelbestimmung achten!

2 Produktion von Serotonin

Die Kundenfrage: „Gibt es eine natürliche Möglichkeit, die Serotoninproduktion des Körpers anzuregen? Ich leide im Herbst und Winter immer wieder unter depressiven Verstimmungen, die aber nicht so ausgeprägt sind, dass ich deshalb ein Antidepressivum nehmen möchte.“
Die Empfehlung:
„Bei depressiven Verstimmungen sollte man auch daran denken, den Lebensstil unter die Lupe zu nehmen: Stressreduktion und moderater Ausdauersport zeigen langfristig nachweislich einen positiven Effekt.“ Um die Serotoninsynthese auf natürlichem Wege anzukurbeln, kann man dem Körper verstärkt diejenigen Aminosäuren zuführen, aus denen der Organismus Serotonin herstellt: L-Tryptophan, oder noch effektiver, die direkte Vorstufe des Serotonins, Hydroxytryptophan (5-HTP). Die antidepressiven Effekte dieser Substanzen wurden in Studien bestätigt und auch mit synthetischen Wirkstoffen verglichen. Auf den Wirkeintritt muss man rund zwei Wochen warten.
Tipp:
Unterstützend wirkt die Kombination mit B-Vitaminen und Magnesium. 

Um den vollständigen Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder sich auf medONLINE.at registrieren.

Jetzt einloggen

Passwort vergessen

Jetzt kostenlos registrieren

Mit einer Anmeldung bei medONLINE.at haben Sie Zugriff auf: DFP-Kurse, Arzneimittelinfos, Produktfortbildungen und mehr.

Loggen Sie sich ein oder registrieren Sie Ihren kostenlosen medONLINE.at Account.