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Viren könnten Rolle bei entzündlichen Darmerkrankungen spielen

Einer aktuellen Studie zufolge könnten Viren bei entzündlichen Darmerkrankungen, darunter auch Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, eine bedeutende Rolle spielen.

Graham Beards/Wikipedia

Frühere Forschungsarbeiten hatten einen Zusammenhang zwischen entzündlichen Darmerkrankungen und einer geringeren Bandbreite an Darmbakterien ergeben. Im Zuge einer am 22. Jänner in der Fachzeitschrift Cell publizierten Arbeit trat nun zutage, dass Probanden mit entzündlichen Darmerkrankungen im Vergleich zu gesunden Menschen eine größere Virenvielfalt in ihrem Verdauungssystem aufwiesen. Die Ergebnisse der aktuellen Studie legen nahe, dass sowohl Viren als auch Bakterien bedeutende Faktoren bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sein dürften.

In einer Pressemitteilung bemerkte der leitende Autor der Studie, Herbert Virgin IV von der Washington University School of Medicine in St. Louis, dass die Ergebnisse nur die Spitze eines Eisberges darstellen würden. Es seien noch wesentlich umfangreichere Forschungsarbeiten erforderlich, um mehr über die Darm-Viren zu erfahren. Vor allem sei es interessant herauszufinden, wie die Viren mit dem Darm und den Darmbakterien interagieren. Aus diesem Grund entwickeln die Forscher aus St. Louis nun bei Labortieren ein Modell entzündlicher Darmerkrankungen.

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Jason M. Norman, Scott A. Handley, Megan T. Baldridge, Lindsay Droit, Catherine Y. Liu, Brian C. Keller, Amal Kambal, Cynthia L. Monaco, Guoyan Zhao, Phillip Fleshner, Thaddeus S. Stappenbeck, Dermot P.B. McGovern, Ali Keshavarzian, Ece A. Mutlu, Jenny Sauk, Dirk Gevers, Ramnik J. Xavier, David Wang, Miles Parkes, Herbert W. Virgin
Disease-specific alterations in the enteric virome in inflammatory bowel disease
Cell, published online Jan. 22, 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.cell.2015.01.002

Quelle: Washington University in St. Louis, Healthday

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