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Umfrage: Wiener zeigen Verständnis für Spitalsärzte

Die Ärztekammer für Wien gab beim Meinungsforschungsinstitut Market eine Umfrage in Auftrag, deren Ergebnisse am 20. März präsentiert wurden. Das Gros der befragten Wiener Umfrageteilnehmer sorgt sich um die gesundheitspolitische Entwicklung in der Bundeshauptstadt und zeigt Verständnis für die Proteste der Wiener Spitalsärzte.

Foto: BilderBox.com

Der Großteil der in den letzten Tagen befragten Wiener Umfrageteilnehmer zeigt Verständnis für die Proteste der Wiener Spitalsärzte.

 

Von 17. bis 19. März befragte das oberösterreichische Meinungsforschungsinstitut Market mit einer Kombination aus Online- und Telefonerhebung 600 Wiener von 16 bis 65 Jahren.

80 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, für die Ablehnung des neuen Arbeitszeitmodells des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) durch die Ärztinnen und Ärzte Verständnis zu haben. Zwei Drittel befürworten persönlich die Gegenwehr der Spitalsärzte.

Konkret geht es dabei um die Sorge über übermüdete Ärztinnen und Ärzte, zu lange Wartezeiten in den Ambulanzen und eine generelle Beunruhigung über die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Wien. 85 Prozent der Befragten stimmten der Aussage “Patientinnen und Patienten müssen vor übermüdeten Spitalsärzten geschützt werden, deswegen ist eine Reduzierung ihrer Wochenarbeitszeit sinnvoll” zu.

84 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass Ärztinnen und Ärzte in Wiens Spitälern in zu kurzer Zeit zu viele Patientinnen und Patienten behandeln müssen. Mehr als 70 Prozent der Befragten befürchten weitere Verschlechterungen bei den Wartezeiten in Ambulanzen. Die Umfrage förderte auch zutage, dass die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten in den Ambulanzen – im Vergleich zum stationären und niedergelassenen Bereich – um einiges schlechter ausfalle.

Obwohl die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung insgesamt überwiegend positiv ausfällt, registrierte rund ein Drittel der Befragten bereits in den letzten zwei bis drei Jahren Einbußen in der Gesundheitsversorgung. In der Market-Umfrage wurde auch das Verständnis der Bevölkerung für die Protestmaßnahmen der Ärzte abgefragt. Mehr als zwei Drittel stehen diesen positiv gegenüber.

Quelle: Ärztekammer für Wien