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Universitätenkonferenz sorgt sich um Ärztegehälter an MedUnis

Durch den Wegfall von Nachtdiensten und Überstunden fallen für die Medizin-Unis als Dienstgeber Zusatzkosten an. Diese möchte die Plattform der Rektorate, die Österreichische Universitätenkonferenz uniko, den für die Patientenversorgung zuständigen Stellen umhängen.

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Mehrkosten für Nachtdienste und Überstunden sollen der Universitätenkonferenz zufolge für die Patientenversorgung zuständige Stellen tragen.

 

Die Diskussion um die Adaption der Ärztegehälter an den Universitätskliniken in Wien, Graz und Innsbruck verfolgt Heinrich Schmidinger, Rektor der Universität Salzburg und seit 2011 Vorsitzender der Österreichischen Universitätenkonferenz, “mit großer Sorge”. Die dadurch entstehenden Kosten sollen aus den 615 Millionen Euro finanziert werden, die Ende 2014 allen österreichischen Universitäten für die Leistungsvereinbarungsperiode 2016 bis 2018 zusätzlich zur Verfügung gestellt wurden.

Schmidinger rechnet vor, dass in dem Falle, dass von der zugesagten Summe ein möglicherweise dreistelliger Millionenbetrag wegkommen sollte, es nicht mehr möglich sei, den 21 öffentlichen Universitäten die üblichen Kostensteigerungen abzugelten. Damit würde auch die uniko-Mindestforderung zum Universitätsbudget reduziert, was fatal enden könnte: Die Universitäten müssten dann nämlich von 2016 bis 2018 ein Reduktionsprogramm fahren.

Unter diesen Rahmenbedingungen kaum Platz für zusätzliche oder neue Projekte

Mit der Minimalforderung von 615 Millionen Euro könne zwar die Fortsetzung des laufenden Betriebs für 21 öffentliche Universitäten über einen Zeitraum von drei Jahren sichergestellt werden, allerdings sei es unrealistisch, dass die von jeder Universität erwartete Effizienzsteigerung eingehalten werden könne.

Schmidinger kann nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet aus dem Universitätsbudget, das wesentlich für Forschung und Lehre bzw. für deren Betrieb an den Universitäten einzusetzen sei, Ärztegehälter für die Patientenversorgung zu finanzieren seien. Schließlich wäre das die Angelegenheit des Gesundheitsressorts.

Foto: Luigi Caputo

Schmidinger: “Ich weiß bei bestem Willen nicht, wie dies gehen soll – auf der einen Seite zu reduzieren, um ausgeglichen bilanzieren zu können, auf der anderen Seite die Effizienz zu steigern, wo man gleichzeitig gesetzliche Verpflichtungen zu erfüllen hat, die wiederum zu finanzieren sind.”

Quelle: Österreichische Universitätenkonferenz