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Tumorimpfungen: PLA-Test prüft Voraussetzung für Wirksamkeit

Impfungen gegen Neo-Antigene können Immunzellen gezielt auf einen Tumor lenken. Für ein erfolgreiches Resultat muss das Impfpeptid den Immunzellen genau passend zurechtgeschnitten auf der Oberfläche des Tumors präsentiert werden. Ein neuer Test kann nachweisen, ob dies der Fall ist.

Eine Tumorzelle präsentiert das Krebs-Antigen auf ihrer Oberfläche: Die roten Punkte zeigen an, wo MHC-Moleküle das Tumorantigen gebunden haben.

Eine Tumorzelle präsentiert das Krebs-Antigen auf ihrer Oberfläche:
Die roten Punkte zeigen an, wo MHC-Moleküle das Tumorantigen gebunden haben.

Im Journal of Clinical Investigation beschreiben Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum einen Test, mit dem sie die Grundvoraussetzung für die Wirksamkeit einer Tumorimpfung vorab überprüfen können.

Die Forscher wiesen mit ihrem PLA-Test an Gewebeproben von Gliomen nach, dass das IDH1-mutierte Peptid auf der Oberfläche der Krebszellen gemeinsam mit dem MHC-Molekül vorliegt. Der Test funktionierte gleichermaßen erfolgreich für das Tumorantigen NY-ESO-1, das bei vielen Krebsarten vorkommt. Mit dem PLA-Test konnten die Forscher es auf Melanomzellen in Verbindung mit den MHC-Molekülen nachweisen.

Das Instrumentarium könnte dazu beitragen, vorab Patienten zu identifizieren, die tatsächlich von einer Impfung profitieren können – vorausgesetzt, es gibt einen spezifischen Antikörper gegen das Tumorantigen.

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Lukas Bunse, Theresa Schumacher, Felix Sahm, Stefan Pusch, Iris Oezen, Katharina Rauschenbach, Marina Gonzalez, Gergely Solecki, Matthias Osswald, David Capper, Benedikt Wiestler, Frank Winkler, Christel Herold-Mende, Andreas von Deimling, Wolfgang Wick, Michael Platten
Proximity ligation assay evaluates IDH1R132H presentation in gliomas
The Journal of Clinical Investigation 2015, DOI: 10.1172/JCI77780

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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